Archiv für die Kategorie ‘Wahrheit’

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doppelt geschichtete Angst

Oktober 22, 2009

Gestern hab ich wieder mal mit meiner Angst gekämpft. Das ist keine unterschwellige Angst, die den Menschen auf Schritt und Tritt begleitet, sondern eine die ganz spontan sich an meine Seite stellt.

Sie ergreift mich u.a. immer, wenn ich einen gewissen Kontrollverlust hinnehmen und das in zweierlei Hinsicht. Auf der einen Seite erlebe ich während einer Wurf -Technik in Aikido einen Kontrollverlust über meinen Körper. Der Trainingspartner schleuder mich über die Matte und ich kann nichts dagegen tun. Ich bin in seinem Hebel und kann ihm nur entweichen, wenn ich mich “abwerfen” lasse.

Auf der anderen Seite weiß ich nicht – meine Routine im Üben ist etwas zurück gegangen – ob ich rechtzeitig den Kopf einziehen kann, um auch unverletzt “abrollen” zu können. So bedingt eine Angst die andere sie überlagern sich im den Moment.

Doch gehe ich genau deshalb zum Training, um mit diese Angst arbeiten zu können und sie jedes mal aufs neu kontrollieren zu können.

 

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Fehler oder Absicht ?

September 25, 2009

Auszug aus Mail an mich

Diese Mail fand ich heut ich heut in meinem E-Mail-Postfach.

Per Mail wurde ich noch parteimäßig beworben worden. Fast hätte ich die Mail unbesehen gelöscht, doch wollte wissen, um welch neue Partei an den Start gegangen ist, denn die Betreffzeile lautetet:

FTB Parteiinformationen (siehe links oben)

Wer mag denn das sein? Es gibt ja eine Menge neuen Parteien am Horizont, die um unsere Wählergunst buhlen, aber von einer FTP hörte ich noch nie.

Genauer betrachte, was es dann doch die FDP.

Ja, war das in der Betreffzeile eine banaler Tippfehler oder war es Absicht?????

 

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sittlich auf niedrigster Stufe

September 13, 2009

Was ist mit einigen unserer Jugend los?

Was macht sie zu solch brutalen Monstern?

Die letzten Nachrichten über ihr brutales Handeln erschreckt mich wieder zu tiefst. Der Staatsanwalt bezeichnet hier Handeln “sittlich auf niedrigster Stufe.” Besser hätte man es nicht ausdrücken können.

Nach dieser Tat kommt nun Leid über 3 Familien. Die Familie des getöteten 50zig jährigen Mannes und die Familien der Täter.

Ich finde, dass die Gewalttaten der Jungendlichen zu nehmen und das lässt sich auch auf ausgestaute Aggressionen zurück führen.

Ich versuche mich zu erinnern, ob es in meiner Jugend zu derartigen Gewalttaten kam. Aber aus den klassischen Prügeleien, die meist mit blauen Auge endeten, kann ich mich an nichts wirklich schlimmes erinnern.

Dann versuche ich mich an die Jungendjahre meiner Kinder zu erinnern, aber da gab es auch kaum schlimme Gewalttaten. Was mir aber auffiel, war, dass diese Generation nicht mehr so viel Mitgefühl hatte, wie wir ich ihn meiner Jungend. Als jemand aus der Klasse meines Sohnes wegen eines tödlichen Unfalls eine Mitschülerin nicht mehr zum Unterricht erschien, sah ich bei meinem Sohn weder Schock noch erschrecken. Ein lapidares“Pech gehabt” war die einzige Reaktion auf das erschütternde Ereignis, dass seine Mitschülerin tödlich traf. Von Mitgefühl war keine Spur und ich erkannte eine Veränderung zu meinem teilnehmenden Emotionen.

Die Generation meiner Kinder hatten schon einen anderen Bezug zum Leid der Anderen als ich in meiner Kindheit.

Aber jetzt sieht es wieder anders aus. Was läuft in unserer Gesellschaft nicht richtig?

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manifestierter Schrecken

September 12, 2009

Ich erinnere mich öfter daran, als zum alljährlichen Gedenktag, am 11. September.

Vor 8 Jahren war mir am Tag des Geschehens noch gar nicht klar, wie einschneidend sich das Ereignis auch bei mir auswirken würde.

Täglich werde ich von zahlreichen Nachrichten überschüttet, Nachrichten die Tragisches von Menschenleben berichten. Wie ein Gaffer oder Voyeur zieht mich die Schlagzeile an und ich lese nach, was geschehen ist. Manche Ereignisse sind so erschütternd, dass ich mich tagelang damit beschäftigt und auseinander gesetzt hab, wie z.B. die Amokläufe der Jugendlichen. Der Austausch mit anderen macht das verarbeiten erschreckender Eindrücke einfacher. Doch das nächste erschütternde Ereignis überlagert den alten Schrecken und erzeugt einen neuen Schrecken.

Doch egal was es war, das tragische Geschehen war örtlich stets weit weg von mir und so konnte es mich nicht bis ins Mark erschüttern, ich bleib immer der Voyeur, der die Bilder der Nachrichten mit einer gewissen Distanz aufnehmen und mich weiter meinem Leben widmen konnte.

Das Ereignis am 11.September 2001 hinterließ mehr als nur ein Eindruck des kurzen Schreckens und die Auswirkungen plagten mich erst am nächsten Tag. Es war, als wäre zwar weit weg von mir eine große Bombe eingeschlagen, doch die Bodenwellen haben sich auch unter meinen sicheren Grund geschoben und ihn erschüttert. Das erste mal in meinem Leben empfand ich mein Leben auch hier in Deutschland als unsicher. Ich hatte Angst um mein Leben.

Was wird die USA nach dem Terroranschlag machen? Der damalige Präsident Busch präsentierte sich der Welt in Armeeuniform. Sollte nun eine neuer Krieg beginnen, dessen Gewalt sich weltweit auf uns Unschuldige ausbreitet?

Ich sah mich und meine Familie im Bombenhagel, saß uns als Flüchtling vor den tödlichen Waffen und Auseinandersetzungen verloren und mittellos auf der Straße. Ich stellte mir Fragen, ob ich überhaupt weiter leben wollte, falls ein Krieg ausbrechen würde. Oder würde ich mir gleich das Leben nehmen, weil ich die Todesangst nicht ertragen kann? Tausend Gedanken umkreisten meinen Kopf und eine Urangst durchzog nächtelange meine Träume. Mein Herz fühlte ich bedrückend an, als wäre ich nächste, die es unerwartet treffen wird. Eine diffuse Mischung aus Angst und Ohnmacht, die ihren Fluss in die Panik führen kann.

Damals erwachte ich wie ein Kind aus einer traumhaften und beschützen Welt und sah mich einer grausamen Welt ausgesetzt, in der Menschenleben täglich an Wert verlieren.

düstere Wolken

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glauben an Wahrheit

Juni 18, 2009

Ich stelle mir einfach einfach mal vor, ich bin ein junger Mensch und bin auf der Suche nach der Wahrheit, nach einer Orientierung über das, was in der Welt vorgeht und warum dies so ist, wie es ist.

Jeder Politiker meint, das das, was er sagt, absolut wahr ist und die anderen mit ihrem Standpunkt schief liegen. Oder wenn ich die Blogs verfolge, die es zu lesen gibt, viele von Professionellen geschrieben. Das sind die Standpunkte so gegensätzlich, wie es nur sein kann, so dass zumindest ein junger Mensch nicht mehr weiß, was wahr und unwahr ist.Und will er sich durch die Massen der Information durcharbeiten, ist irgendwann bald das Gehirn verstopft, weil man die Massen nicht mehr verarbeiten kann.

Ich erinnere mich, wie sehr ich als junger Mensch danach gesucht habe und dabei hab ich mich an Vorbilder orientiert. Hab sie beobachtet und verfolgt, wie sie mit ihren Worten die Welt sehen. Betrachtungen, die Konflikte geschürt haben oder in Richtung Selbstdarstellung gingen, konnte ich nicht ertragen, sie taten mir weh und ich suchte weiter, nach jemanden, der mir die Welt erklärt.

Zu meiner Jugendzeit gab es zum glück nicht die massenhaften Medienberichte, mit denen ich mich als Jugendlicher rumschlagen musste, wollte ich mir einen Überblick verschaffen. Und so war es für mich damals einfacher, durchzusteigen und zu dem zu finden, an das ich glauben konnte.

Aber heut stellt sich die Meinungswelt für die Jugendlichen fast als undurchdringlicher Urwald dar und sie können darin nur herum irren.

Woran soll ein junger heranwachsender Mensch heut glauben?