Archiv für die Kategorie ‘Tage im Fluss’

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Der Stein des Anstoßes

November 9, 2009

Nicht geklaut sind die Bilder, sondern selbstgemacht – direkt und frisch vom laufenden Programm. Die Liveübertragung zum 20. Jahrestages vom Mauerfall.

Beeindruckende Bilder – ich wäre gern dabei gewesen und leider hab ich nur den Rest der Liveübertragung gesehen. Zum Glück kam ich noch rechtzeig nach Haus und so konnte ich sehen, als der erste Stein gestoßen wurde und die Reise der fallenden Steine begann. 

Der erste Stein wird angestoßen 

und sie fallen und fallen  

die Politik strahlt 

ein Stein blockt – symbolisch für die Mauer der Armut und andere politische Mauern zwischen den Völkern 

die Mauer ist gefallen 

Freudenfeuer überall  

strahlende Gesichter auch überall

Was ist mir von den nächsten 20 Jahre wünsche:

  • Arbeit für jeden
  • Ausbildung für jeden
  • ein friedliches Leben
  • eine gesunde Umwelt
  • ein gesundes Klima
  • eine sichere Zukunft für meine Kinder und Kindeskinder und deren Kinder usw.
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Geisterbeschwörung

Oktober 28, 2009

Gestern waren die Nachrichten ja voll davon. Der Film über Michael Jackson kommt in die Kino´s. Seine letzten Tage wurden festgehalten und dokumentiert. Seine Fans´sehen in wieder in seinem Element, in seinem Tanz und seinem Gesang. Beides ist so miteinander verschmolzen, das der “Knochenjob” auf der Bühne eine Leichtigkeit ausstrahlt, so als könne das jeder von uns nachmachen.

Der Film soll eine halbe Milliarde einspielen und davon werden in den nächsten 14 Tagen schon die ersten 25Millionen Einnahmen erwartet. Wieder eine Superlative von Feinsten. Wie macht der Mann das nur, was geht von ihm aus, dass so ein internationales Interesse auch nach seinem Tod bestehen bleibt.

Täglich werden seine Fans mit kleinen Nachrichten am Ball gehalten und jeder verschlingt sie – auch ich – weil man sich ihm auf diese Weise nahe fühlt und das Gefühl vermittelt, dass er vielleicht doch an am Leben ist.

Zumindest mit seinem Geist will man es in der Halloween-Nacht aufnehmen und in einer spirituellen Sitzung mit ihm Kontakt aufnehmen. Eine Esoterikerin in London den Kontakt zu ihm im Jenseits ausnehmen und im Twitter wird darüber berichtet.

Schön, dass es solche Möglichkeiten gibt ;-) aber für uns Fans ist es dann die Bestätigung

“Michael Jackson lebt für uns im Jenseits weiter”

Vollbildaufzeichnung 28.10.2009 105146.bmp

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Rückkehr der Gier

Oktober 26, 2009

Die “Rückkehr der Gier” war gestern Abend im Spiegel TV Magazin unteranderem auch ein Thema.

Kaum zu glauben, nachdem  die Staatshaushalte 1.6 Billionen in die Krise gesteckt habe, mit den sogenannten “Hilfspaketen” den schlimmsten Schaden der Finanzkrise abwenden wollten, sind sie wieder am Zocken und holen raus, was sie rausholen können.

Mit grinsenden Gesichtern antworteten die Zocker auf die Frage der Journalisten: “Wie können sie das mit der Finanzkrise vereinbaren?” – “Was, es gab eine Krise? Na..dann ist sie bei uns noch nicht angekommen” Ihr Gesichtsausdruck hatte etwas besoffenes, aber nicht vom Alkohol, der auch im Strömen floss. Nein, sie waren berauscht von der Geldgier und dass es jetzt so weiter gehen kann, wie bisher. Der schlimmste Schaden sei ja behoben und nun kann es weiter gehen.

Die Banken schicken das Geld der Hilfspakete nicht in die Wirtschaft – “die sei ihnen viel zu unsicher” und so setzen sie wieder auf den Finanzmarkt um ihren neu erworbenen Reichtum schnell zu mehren. “Naja, dass dabei ein paar Unternehmen zu Grunde gehen, steht auf einen anderen Blatt Papier. Notleidende Unternehmen müssen weiter auf die Kredite, die ihnen eine finanzielle Sicherheit für die Krisenzeit bieten sollte, warten oder die bekommen gleich eine Absage

Oh..oh..der Wirtschaftsnachwuchs nach Dr. Oetker und co. denkt nur ans abzocken und macht das Land in dem sie leben weiterhin wirtschaftlich platt und dafür muss der Steuerzahler am Ende noch aufkommen, denn die Staatsverschuldung, die im Jahr 2013 die "2 Billionengrenze” überschritten hat, muss ja wieder ausgeglichen werden.

Im Grunde bin ich sprachlos, warum der Staat sich so etwas bieten lässt. Das Geld der Hilfspakete hätte er gleich an die notleidenden Unternehmen weiterleiten können, dann wäre es auch dort gelandet, wo es hin sollte.

Und ich bin sprachlos, warum das Volk sich so etwas von ein paar geldgierigen Zockern bieten lässt. Es muss doch eine Möglichkeit gegen, die diese Menschen zu kontrollieren, oder doch nicht ?

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Arbeit mit Jugendlichen

Oktober 21, 2009

Heut werde ich das erste mal mit Jugendlichen Yoga machen. Ich bin gespannt, welche Vorstellungen sie davon haben, was sie vom Yoga für sich erwarten und was sie von mir erwarten.

Yoga enthält wenig Action-Elemente und deshalb wird es von den Jugendlichen nur schwer angenommen. Aber in diesem Fall hat mich die Schule gebeten. mit ein paar “Freiwilligen” – es sind alles Mädchen – zu arbeiten.

Diese Stunde ist nicht nur für die Mädchen die erste Yogastunde, sondern auch für mich wird dies die erste Stunde mit jungen Menschen sein.

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verkommene Jugend

September 20, 2009

Die Nation ist wieder erschüttert. Seid Tagen bebt es und dabei tritt sogar der Amoklauf eines Jugendlichen in Ansbach sogar in den Hintergrund.

Letztes Wochenende ist ein Mann von Jugendlichen zu Tode geprügelt worden und keiner kann sich die Gewalt der heutigen Jugend erklären. Sie werden kriminalisiert und so sieht es ja auch aus. Sie treiben sich rum, klauen und schlagen sich durch Leben ohne Rücksicht auf Verluste auf Leib und Leben

Meine Jungend erlebte ich als respektvolle Wesen und über die Strenge schlugen nur wenige. Die Familie war komplett und jedes Kind konnte seine Eltern zur eigenen Nachahmung beim arbeiten und handeln beobachten. Die ältere Generation führte uns zwar nicht mit zimperliche Hand aber mit viel Tradition in Lebens. In der Schule wurde uns gelehrt und wir wurden davon geprägt: “Jeder kann seinen Beruf erlernen.” Wir hatten unsere Jugendjahre dazu genutzt, was wir in unseren Erwachsenenleben werden wollen. Schulabbrecher gab es keine. Vielleicht Sitzenbleiber und Jungendliche die schon ab der 8.Klasse einen Beruf erlernten. Insgesamt wuchsen wir ohne Versagens Ängste auf.

Meine Kinder erlebten noch die Zeit der Pioniere und FDJ und sie wurden hier neben Schule und Elternhaus zu guten Taten angeregt. Die ältere Generation hatte ihren Respekt und so konnte sie ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Viele Paare waren schon geschieden und so bekamen spezielle die Jungs keine väterliche Vorgaben zur Nachahmung.  In der Schule wurde ihnen gelehrt, dass jeder einen Beruf erlernen kann und wenn sie einen anspruchsvollen Beruf erlernen wollten, dann sollten sie sich in die Hacken spucken. Schulabbrecher gab es keine. Darüber wurde nicht mal nachgedacht. Groß angelegte Versagens Ängste gab es auch nicht.

Ich hab noch einen Nachkömmling und er wurde in der Zeit nach der Wende erwachsen. Die DDR kennt er nur aus Hören und Sagen von mir. Er ist geprägt von der neuen Zeit nach der Wende, die ein Systemwechseln für die ältere Generation bedeutete. Während in der DDR Zeit die ältere Generation einen guten Stand hatte – denn die jungen Familien waren ja am gründen – verlor die ältere Generation ihren Status. Beruflich wurde sie ins Abseits gedrängt und heute ist der Mensch mit 40 Jahren schon zu alt für den Wirtschaft. In der Schule wachsen die Jugendlichen mit der Impfung aus, dass es nur die Besten schaffen in die Berufswelt aufzusteigen. So konnte sich jeder seine Perspektiven selber ausmalen und vielen von ihnen ist klar, sie haben eh keine Chance und resignieren schon vor dem ersten Versuch.

Kopfschüttelns sehe ich mir das schon seid Jahren an und frage mich, wann wollen wir in unserer Gesellschaft wach werden? Wie lange geht das noch gut, dass die viele Jugendlichen auf die Verliererbank geschoben werden und diese als ihre einzige Lebensperspektive vor den Augen haben?

Das kann nicht gut gehen !!!!

Jungen Menschen stecken voller Energie und die müssen sie täglich umsetzten. Wer nur noch zu Hause rumlungert, der kann sie nicht umsetzten und er macht Blödsinn und dummes Zeug und das mit einen stetig steigenden inneren Pegel der Aggression.

Ich stelle es mir schlimm vor, als Lebensperspektive nichts zu erwarten. Das ist wie ein leerer Raum, der mich ohne Chance auf Halt hin und her driften lässt. Ich stelle es mir furchtbar vor, damit leben zu müssen.

Heut sagte jemand im Radio – leider weiß ich nicht mehr wer es war – die ungeschminkte Wahrheit über die Ursachen der Ausraster unserer Jugendlichen.

Die Perspektivlosigkeit macht die Jugendlichen krank und wir es sollten nicht zulassen, dass sie Jungend derart verkommt”

Das waren Worte, die hätten aus meine Seele gesprochen werden können. Es muss einen Grund geben, dass die Jungend heut so verwahrlost und verkommt. Die leben in einem luftleeren Raum und das macht sie zu lebensgefährlichen Monstern.