Die Nation ist wieder erschüttert. Seid Tagen bebt es und dabei tritt sogar der Amoklauf eines Jugendlichen in Ansbach sogar in den Hintergrund.
Letztes Wochenende ist ein Mann von Jugendlichen zu Tode geprügelt worden und keiner kann sich die Gewalt der heutigen Jugend erklären. Sie werden kriminalisiert und so sieht es ja auch aus. Sie treiben sich rum, klauen und schlagen sich durch Leben ohne Rücksicht auf Verluste auf Leib und Leben
Meine Jungend erlebte ich als respektvolle Wesen und über die Strenge schlugen nur wenige. Die Familie war komplett und jedes Kind konnte seine Eltern zur eigenen Nachahmung beim arbeiten und handeln beobachten. Die ältere Generation führte uns zwar nicht mit zimperliche Hand aber mit viel Tradition in Lebens. In der Schule wurde uns gelehrt und wir wurden davon geprägt: “Jeder kann seinen Beruf erlernen.” Wir hatten unsere Jugendjahre dazu genutzt, was wir in unseren Erwachsenenleben werden wollen. Schulabbrecher gab es keine. Vielleicht Sitzenbleiber und Jungendliche die schon ab der 8.Klasse einen Beruf erlernten. Insgesamt wuchsen wir ohne Versagens Ängste auf.
Meine Kinder erlebten noch die Zeit der Pioniere und FDJ und sie wurden hier neben Schule und Elternhaus zu guten Taten angeregt. Die ältere Generation hatte ihren Respekt und so konnte sie ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Viele Paare waren schon geschieden und so bekamen spezielle die Jungs keine väterliche Vorgaben zur Nachahmung. In der Schule wurde ihnen gelehrt, dass jeder einen Beruf erlernen kann und wenn sie einen anspruchsvollen Beruf erlernen wollten, dann sollten sie sich in die Hacken spucken. Schulabbrecher gab es keine. Darüber wurde nicht mal nachgedacht. Groß angelegte Versagens Ängste gab es auch nicht.
Ich hab noch einen Nachkömmling und er wurde in der Zeit nach der Wende erwachsen. Die DDR kennt er nur aus Hören und Sagen von mir. Er ist geprägt von der neuen Zeit nach der Wende, die ein Systemwechseln für die ältere Generation bedeutete. Während in der DDR Zeit die ältere Generation einen guten Stand hatte – denn die jungen Familien waren ja am gründen – verlor die ältere Generation ihren Status. Beruflich wurde sie ins Abseits gedrängt und heute ist der Mensch mit 40 Jahren schon zu alt für den Wirtschaft. In der Schule wachsen die Jugendlichen mit der Impfung aus, dass es nur die Besten schaffen in die Berufswelt aufzusteigen. So konnte sich jeder seine Perspektiven selber ausmalen und vielen von ihnen ist klar, sie haben eh keine Chance und resignieren schon vor dem ersten Versuch.
Kopfschüttelns sehe ich mir das schon seid Jahren an und frage mich, wann wollen wir in unserer Gesellschaft wach werden? Wie lange geht das noch gut, dass die viele Jugendlichen auf die Verliererbank geschoben werden und diese als ihre einzige Lebensperspektive vor den Augen haben?
Das kann nicht gut gehen !!!!
Jungen Menschen stecken voller Energie und die müssen sie täglich umsetzten. Wer nur noch zu Hause rumlungert, der kann sie nicht umsetzten und er macht Blödsinn und dummes Zeug und das mit einen stetig steigenden inneren Pegel der Aggression.
Ich stelle es mir schlimm vor, als Lebensperspektive nichts zu erwarten. Das ist wie ein leerer Raum, der mich ohne Chance auf Halt hin und her driften lässt. Ich stelle es mir furchtbar vor, damit leben zu müssen.
Heut sagte jemand im Radio – leider weiß ich nicht mehr wer es war – die ungeschminkte Wahrheit über die Ursachen der Ausraster unserer Jugendlichen.
“Die Perspektivlosigkeit macht die Jugendlichen krank und wir es sollten nicht zulassen, dass sie Jungend derart verkommt”
Das waren Worte, die hätten aus meine Seele gesprochen werden können. Es muss einen Grund geben, dass die Jungend heut so verwahrlost und verkommt. Die leben in einem luftleeren Raum und das macht sie zu lebensgefährlichen Monstern.