Archiv für die Kategorie ‘Rostock’

Glück gehabt?
September 19, 2009Diese Mail fand ich heut in meinem Postfach oder noch anders gesagt, diese Mail dieser Art hab ich heut das erste mal geöffnet. Vor dieser hab ich wohl schon tausende gelöscht.
Sie haben 410 .000.00 Ihr Ticket ist 321368547 (Vier Hundert Und zehntausende Euros) in der Internationalen Lotterienbeförderung gehalten auf gewonnen 22: 08: 2009.
Bitte kontaktieren Sie Ihren Agenten für Ihre Zahlung über E-Mail:xxxxxxxxxxxx AXA FINANZIELL WARTET MADRID ESPAСA. HERR. REICH JOSE). Sie sind, ihm die fellowing Informationen zu versorgen:
(1) Vollständiger Name :
(2)-Adresse :
(3) mobile Telefonnummer :
(4) Alter :
(5) Beruf:
Ihres aufrichtig
Frau Alo Benito
Lotterie Büro Madrid Spanien
Ob sich tatsächlich jemand auf diese oder ähnliche Mails zurück meldet?
Kann ich mir kaum vorstellen, dass es jemand tut, oder doch?
Im TV sah ich schon öfters Berichte über eine Nigeria Connection, die schon viele Menschen auf diese Weise fangen und ausnehmen konnten.
Ich glaube, ich habe mehr Glück, wenn ich darauf wie immer nicht reagiere und mich auf mein normales Glück verlasse.
Der Jackpot hier in Deutschland ist prall gefüllt und unsere Lotteriegesellschaft ein seriöses Unternehmen, da es wenigsten mit rechten Dingen zu…

gelobtes Land
Juli 24, 2009„Wir leben in einem gelobten Land“ sagte meine Oma immer. Und damit brachte sie nicht ihre religiöse Seite zum Ausdruck, sondern es war ihr empirisches Wissen zu unseren Lebensbereich hier oben in Norden von Deutschland. „Bevor das Unwetter bei uns hier angekommt, hat es sich woanders schon ausgetobt.“
Ihre Worte in Gottes Gehörgang, so dachte ich als Kind. Schon damals erkannte ich die langfristige Beruhigung in den Aussagen meiner Eltern bzw. Großeltern. Deshalb blieben mir diese Worte meiner Oma bis heut noch in Erinnerung und wenn über die Medien von Überschwemmungen in anderen Landregionen erfahre, lehne ich mich beruhigt zurück. Meine Oma hat ja gesagt „Bei uns nicht“.
Doch als ich gestern von der Arbeit nach Hause kam, schienen die beruhigenden Worte meiner Oma das erste mal ihre beruhigende Wirkung zu verlieren. In kurzer Zeit zogen sich die dunklen Wolken zu schwarzen Wolken zusammen, sanken sich über Rostock ab. Sie waren extrem mit Wasser geladen und es konnte sich nur um Minuten handeln, bis der ganze nasse Segen runter kommt. Ich war grad mit dem Bus unterweg und hoffte darauf, noch unter den schwarzen Wolken trocken nach Haus zu kommen. Aber das war nur ein frommer Wunsch. Es platzte das Wasser wie aus einer Wasserbombe auf die Erde und verwandelte alles um mich herum in ein Grau ins Grau. Nur noch schattenhaft konnte man die Bäume im Hintergrund erkennen.
Von der Bushaltestelle bis zu mir nach Haus war e snur wenige Minten, doch reichte er, dass ich trotz Regenschirm bis auf die Haut naß wurde. Der Regen kam von allen Seiten, er ergoß sich von oben, sprüchte mich von der Seite voll und von unten spritzen das Wasser gegen meine Hose.. Eine Minute nahm ich mir Zeit, das Wasserspektakel per Kamera festzuhalten, während die anderen vor dem Wasser von oben flüchteten.
Das war der Moment in dem das Vertauen in den Worten meiner Oma ins wanken kam. es stieg für einen kurzem Moment eine Vision in meinen Kopf, in der ich meine Wohnung unter Wasser sah.
„Was ist, wenn es jetzt nicht mehr aufhört und das Wasser ungehintert steigt?“
„Was ist, wenn die Kanalisation die Wassermengen nicht mehr aus der Stadt leiten kann?“
„Was ist, wenn die Rückstauklappen am Haus versagen und das Wasser über´s Bad in meine Wohnung – sie liegt im Erdgeschoß – läuft?“
Das erste mal rückte die Angst vor Unwetter in eine gefühllte . Das erste mal konnte ich die Not der Menschen besser nachvollziehen, die von Unwetter so stark getroffen werden, dass sie sogar ihr Hab und Gut verlieren. Als in meiner Wohnung stand, war ich froh, dass doch kein Wasser aus dem Bad in meine Wohnung gluckerte. Kurze Zeit später erfüllten sich die Worte meiner Oma doch noch und der Regen endete so plötzlich, wie er gekommen war und am Horizont öffnete sich wieder die Wolkendenke für die untergehende Sonne.

Kletterpartie im toten Holz
Juli 19, 2009Wenn Bäume alt und brüchig werden, entfaltet sich nach ihrem Leben noch einmal ein Eigenleben. Nicht nur die Käfer und Insekten können sich in seinem Inneren tummeln, auch der Mensch erobert sich gern so ein verknorrtes Objekt.
Obwohl ich in einer sogenannten Plattenbausiedlung lebe, gibt es in meinem Umfeld zahlreiche grüne Oasen und jede Oase für sich hat seine eigene Idylle. Neben den Spielplatzen für KLein und Groß hat auch die Natur etwas für´s Auge zu bieten.
eine alte Weide auf der Wiese – sie hat ihre grünen Zeiten schon weit hinter sich gelassen und was von ihr bleibt regt die Fantasie an
Dieser Baum – eine Weidenstumpf – scheint von einem Blitz gespalten, denn seine Innereien sind verkokelt.
Ein schillernder Besucher hatte schon seinen Platz an der Sonne eingenommen und war von der Kamera unbeeindruckt.
Was so eine kleine Fliege kann, kann ich auch. Zum Glück war meine Tochter dabei und so konnte ich meine Hohlbaumbesteigung fotografisch festhalten.
So eroberte ich den hohlen Baum im Sturm. Vorbei an Käfern und Kellerasseln schob ich meine Zehen.
So eine Weide ist zum Glück keine Himmelsleiter und so kann ich mir einen Blick in die Kamera schon mal leisten.
einmal kurz lächeln und einmal posen
Das Rumhangeln im Baumstumpf war im Gegensatz zum Posen ein einfacher Akt. Jetzt weiß ich, was die Heidis Models leisten müssen.
so oder so?
egal – Bauch rein und Brust raus kann nie falsch sein – doch wohin mit dem Beinen, den Füßen, den Armen und den Händen?
Vielleicht sollte ich mal auf der anderen Hälfte posen und ich steige um. Wann hab ich schon mal einen Fotografen dabei?
Hier mach ich nicht die Vase, sondern den Baum aus dem Yoga.
)
Ja, das war ein kleiner bildhafte Bericht vom Spaziergang mit meiner Tochter und einer kleinen Kletterpartie als Einlage heut vormittag.

