Archiv für die Kategorie ‘Freude’

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doppelt geschichtete Angst

Oktober 22, 2009

Gestern hab ich wieder mal mit meiner Angst gekämpft. Das ist keine unterschwellige Angst, die den Menschen auf Schritt und Tritt begleitet, sondern eine die ganz spontan sich an meine Seite stellt.

Sie ergreift mich u.a. immer, wenn ich einen gewissen Kontrollverlust hinnehmen und das in zweierlei Hinsicht. Auf der einen Seite erlebe ich während einer Wurf -Technik in Aikido einen Kontrollverlust über meinen Körper. Der Trainingspartner schleuder mich über die Matte und ich kann nichts dagegen tun. Ich bin in seinem Hebel und kann ihm nur entweichen, wenn ich mich “abwerfen” lasse.

Auf der anderen Seite weiß ich nicht – meine Routine im Üben ist etwas zurück gegangen – ob ich rechtzeitig den Kopf einziehen kann, um auch unverletzt “abrollen” zu können. So bedingt eine Angst die andere sie überlagern sich im den Moment.

Doch gehe ich genau deshalb zum Training, um mit diese Angst arbeiten zu können und sie jedes mal aufs neu kontrollieren zu können.

 

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man gönnt sich ja sonst nix

September 25, 2009

vorher

abgestellt

Ich oute mich – Autofahren kann ich nicht und gehe nicht nur zu Fuß aus Überzeugung. Aber der Kleinwagen war so perfekt platziert, dass ich nicht wiederstehen konnte.

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wieder im Leben

August 26, 2009

Seit ein paar Tagen ist Sohnemann wieder mitten im Leben.

Er lag brach, suchte wie ein blindes Huhn nach Einstiegsmöglichkeit in die Berufswelt. Das ist heut nicht mehr einfach, denn die Wirtschaft selektiert intensiver denn je, wen sie aufnimmt. Die Einstiegslücke ist sehr eng für den, der weit von der Elite entfernt ist.

Wer draußen ist, ist auch an den Rand der Gesellschaft gedrängt und muss nach neuen Einstiegsmöglichkeiten  suchen. Aber diese Suche ist extrem schwer für den, der sich während der frühen Jugend noch keine Lebensperspektive geschaffen hat und sich vom  Druck in den Schulen ist zermürben lies. Das führt schon zur Resignation, bevor diese von außen erkannt wurde. Manchmal  der  Betroffene selbst ist sich manchmal darüber nicht im Klaren, dass er sich hat einschüchtern lassen und schon vor dem ersten Schritt resigniert hat.

Sohnemann hat sich auch einschüchtern lassen, Von den vielen Reden “Was soll aus euch werden ?”, wenn die Zensuren nicht die besten sind.

Wenn wir uns heut unterhalten und ins Gespräch kommen, dann höre sich so nebenher formulierte Sätze, die von seinen Ängsten sprechen, die von Coolnis überlagert werden.

Doch nun steigt er wieder ins Leben ein und bastelt wieder an seiner Lebensperspektive.

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Kletterpartie im toten Holz

Juli 19, 2009

Wenn Bäume alt und brüchig werden, entfaltet sich nach ihrem Leben noch einmal ein Eigenleben. Nicht nur die Käfer und Insekten können sich in seinem Inneren tummeln, auch der Mensch erobert sich gern so ein verknorrtes Objekt.

Obwohl ich in einer sogenannten Plattenbausiedlung lebe, gibt es in meinem Umfeld zahlreiche grüne Oasen und jede Oase für sich hat seine eigene Idylle. Neben den Spielplatzen für KLein und Groß hat auch die Natur etwas für´s Auge zu bieten.

eine alte Weide auf der Wiese – sie hat ihre grünen Zeiten schon weit hinter sich gelassen und was von ihr bleibt regt die Fantasie an

Dieser Baum – eine Weidenstumpf – scheint von einem Blitz gespalten, denn seine Innereien sind verkokelt.

Ein schillernder Besucher hatte schon seinen Platz an der Sonne eingenommen und war von der Kamera unbeeindruckt.

Was so eine kleine Fliege kann, kann ich auch. Zum Glück war meine Tochter dabei und so konnte ich meine Hohlbaumbesteigung fotografisch festhalten.

So eroberte ich den hohlen Baum im Sturm. Vorbei an Käfern und Kellerasseln schob ich meine Zehen.

So eine Weide ist zum Glück keine Himmelsleiter und so kann ich mir einen Blick in die Kamera schon mal leisten.

einmal kurz lächeln und einmal posen

Das Rumhangeln im Baumstumpf war im Gegensatz zum Posen ein einfacher Akt. Jetzt weiß ich, was die Heidis Models leisten müssen.

so oder so?
egal – Bauch rein und Brust raus kann nie falsch sein – doch wohin mit dem Beinen, den Füßen, den Armen und den Händen?

Vielleicht sollte ich mal auf der anderen Hälfte posen und ich steige um. Wann hab ich schon mal einen Fotografen dabei?

Hier mach ich nicht die Vase, sondern den Baum aus dem Yoga. :-) )

Ja, das war ein kleiner bildhafte Bericht vom Spaziergang mit meiner Tochter und einer kleinen Kletterpartie als Einlage heut vormittag.

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Rostock tanzt

Juli 4, 2009

Das Leben auf der Straße kann bunt sein, heut war es besonders bunt und frabenprächtig

Eigendlich wollte ich nach der kurzen Versammlung von meinem Sportverein grade wegs nach Haus. Es war schon um die Mittagsstunde und die Sonne brannte wie überall in Deutschland von Himmel herab. Doch auf dem Weg zur Straßenbahn hörte ich aus der Ferne rhythmische Musik. Sie kam vom Kröpeliner Tor.

„Wo man singt und tanzt, da laß dich nieder“ und es waren schon viele Menschen an der kleinen Bühne, die heut unter dem Motto: „Rostock tanzt“ alle Tanzgruppen der Stadt die Möglichkeit gab, sich in ihrem Glanz zu zeigen.

Als ich direkt an der Bühne stand, wurde grad die kleinen „Hasen“ verabschiedet.

Die jungen Talente bekamen wenig später einen Scheck von 500 Euro von Sponsoren überreicht.

Während dessen machten sich die farbenprächtig gekleideten Frauen für ihren Auftritt bereit.

Selbst ich als Frau mußte sagen, jede Frau von ihnen ist eine Augenweide.

Dann wurden die ersten orientalischen Klänge laut und die Frauen zogen mit ihren weichen Hüften einen Kreis.

welch weibliche Reize, die sich in den weichen Körpern wiegen

Mit zahlreichen Hüftschwüngen haben sie nicht nur die Männeraugen hungrig gemacht, auch meine Kamera konnte nicht genug von dem Anblick bekommen.

Die gelösten Tücher entfalteten eine zusätzlich Farbenpracht

Sie malten lebende Bilder auf der Straße

zeigten kunstvolle Figuren am Boden

um sich in graziösen Posen ihren Zuschauern zu präsentieren

Eine Tänzerein war schöner als die andere

In der Regel sieht man bei den Tänzerinnen immer Top-Figuren, besonders wenn der Bauch frei getragen ist. Doch nicht nur sie allein verstehen sich auf den orientalischen Hüftschwung.

auch sie war eine Augenweide, die mit viele Erotik ihre Hüften schwingen lies

Der orientalische Tanz ist ja mehr eine Domäne der Frauen, doch wo schöne Frauen sind, bleiben die Männer nicht lange fern.

mit viel Spaß und Elan warfen die Männer sich ebenfalls in den Tanz

und verbanden sich liebevoll mit den strahlenden Frauen

und drehten mit ihnen kraftvolle Kreise

Doch dann war die Batterie meiner Kamera aufgebraucht und den Flamenco-Frauen schaute ich einfach nur zu, ohne nach einem Schnappschuss Ausschau zu halten.