Drama


“Der arme Mann st immer dran” Das ist ein altes Sprichwort und ungeschriebenes Gesetz. Ob es im aktuellen undurchsichtigen Steuerskandal - bei Hans- Georg übersichtlich nachzulesen - auch wirklsam wird, steht noch in den Sternen.

Ich kann einfach nicht glauben, dass eine große Anzahl von Topverdiener ihre geistigen freien Kapazitäten - sie haben sicher dafür auch Vordenker, die ebenfalls mitverdienen - dafür einsetzen, wie sie zu noch mehr Millionen kommen.

Während eine kleine Firma, die sich tagtäglich am Abdgrund seiner eigenen Insolvenz bewegen muß und seine Steuerschuld auch dann zahlen muß, wenn die Steuerzahlung sein Unternehmen unwiderruflich in den Abgrund reißt, entwickeln Topverdiener in aller Ruhe Konzepte, wie sie ihre Milionen an den Fiskus vorbei mogeln können.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

ANNE WILL diskutiert über den Lebenswandel der Deutschen. Wir rauchen, saufen und fressen zu viel und der Staat verbietet wo er kann, damit seine Bürger nicht an ihrer schwarzen Lunge kaputt gehen, oder sich gar zu Tode saufen und von ihren eigenen Fettbergen erdrückt werden.

Kein Rauchen in den Kneipen mehr, kein Alkoholverkauf auf den Straßen mehr und in den Schulen kostenlose Schulspeisung, damit wenigsten die Kinder in der Schulen nicht mit süßen Softdrinks eine Diabetes vorprogrammieren.

Da ist guter Rat teuer. Entwickelt sich der Staat zu einer Verbotsgesellschaft und schränkt er das Selbstbestimmungsrecht seines Bürgers ein?

Die Kneiper haben Angst vor Umsatzeinbußen, die Diskotheken wissen nicht mehr, womit sie die Jugendlichen noch in die Diskothel locken können. Und die Lebensmittelindustrie wird ihre überuckerten Produkte nicht mehr los.

Rauchen soll ja ein Nuckelersatz sein - die Fettleibigkeit ein Rettungsring; und der Alkohol ein Fluchtmittel. Wenn ich mir die Symbolik betrachte, dann sehe dahinter unbewußte Ängste, die an unseren Bürgern nagen.

Beitrag von Kalle über Erziehungslager oder Warnarrest

Mein Kommentar konnte in Kalles Blog nicht gesspeichert werden und deshalb hab ich ihn in meine Blog übertragen.

Also wenn ich die Nachrichten so verfolge, dann fällt mir auf, dass eine Kampange gegen die Jugendlichen durch die Berichterstattung nahezu forssiert wird. Man nennt das wohl Manipulation.

Doch sind unsere Jugendlichen nicht ein Spiegelbild unserer Gesellschaft? Geht es in ihr nicht gradezu aggressiv zu? Ich selbst spürte schon die Aggression des Staates, der gnadenos “zuschlägt” wenn der Mensch, den das Leben in seine Abhängigkeit getrieben hat.

Man sagt, die Eltern sind schuld. Aber die sind mitunter genau so hilflos in schwierigen Situationen, wie ihre Kinder, die zum Teil mehr von den Medien als von den Eltern erzogen wurden.

Es gibt im hessischen Raum ein sogenanntes Erziehungscamp. Die Jugendlichen, die dort landen sich in der Regel straffällig geworden und haben die Wahl zwischen Knast oder Camp. Der Leiter setzt sich mit den Jugendlichen in aller Härte auseinander, damit sie wieder ins Leben zurückfinden können. Im Grunde haben sie alle schon in frühster Jugend resigniert und irrten ziellos durch das Leben. Sie wurden regelrecht von ihre Langenweile erschlagen. Und damit sich in ihrem Leben wieder etwas bewegt, machen sie dummes Zeug. Das sind sozusagen ihre NebenKampfplätze, die sie sich geschaffen haben, weil sie schon vor dem Betreten des Hauptkampfplatzes sich selbst aufgegeben haben.

Wenn ein Mensch sich nicht mehr spürt, sucht er sich Reize, die ihn sein Innenleben wieder spüren lassen. Im Moment einer Schlägerei spürt der Mensch sich in allen seinen Facetten und schäumt dabei fast vor Glück über. Man nennt das auch “Kick”. Und das gepaart, mit Aggression ist ein gefährliches Pulverfaß, das, wenn es geöffnet wird, vieles um sich herum zerstört.

Der Staat sollte denJugendlichen sinnvolle Beschäftigungen anbieten, damit sie wieder zu einen gesunden Selbstwertgefühl zurück finden.

Doch was hat der Staat vor? Er will mit Erziehungscamps zurückschlagen. Na, was erwartete er denn von seinen Jugendlichen, wenn er selber nicht besser ist?

Oh sorry, Kalle, jetzt hab ich mir etwas viel Luft gemacht :-).

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag

Gruß Nordstrahl

Eine Erleichterung ging durch die Menschen, die das Schicksal von Marco mit Bangen verfolgten. So auch ich. Der Jugendliche, im Alter meines Sohnes, war gezwungen, sich schon vor dem Erwachsensein mit den Schattenseiten des Lebens auseinander zu setzen. Er mußte sich Fragen stellen, die ein Jugendlicher in unserem normalen Alltagsleben kaum stellt. “Was kann, was muß ich aus dieser Situation lernen? Was kann ich mit ins Leben nehmen?





Ich nahm meine Kamera, konnte nicht anders und nahm das Gesicht des Jungen auf, der nach 247 Tagen in türkischer Untersuchungshaft noch immer ein Stück seiner jugendlichen Unbefangenheit bewahrt hat.

und löst die türkische Starre um Marco auf.

“Der Chef des Marktführers Öger Tours, Vural Öger, sagte dem Focus: «Diese Haft ist viel zu lang. Sie schadet dem Image des Landes und damit auch dem Tourismus.» Er wolle nicht wissen, «was in Deutschland los ist, wenn der Junge Weihnachten noch in Haft ist»,

Und das will ich auch nicht wissen. Für mich ist sowieso klar, dass ich als Tourist nicht in die Türkei reise. Und auf die Idee könnten noch viele andere kommen.

Marco - auch noch ein Jugendlicher, der auf einen gesonderten Schutz ein Recht hat - wird wie ein Schwerverbrecher behandelt, obwohl noch nichts bewiesen ist. Was wollte die Kleine mit 13 Jahren schon in einer Diskothek, die für Jugendliche (zumindest in Deutschland und das nur bis 22 Uhr)  ab 14 Jahre zugelassen ist? Wo war die Mutter, als ihre Tochter mit 13 Jahren allein auf die Piste ging und das in einem fremden Land?

Obwohl schon zum ersten Gerichtstermin nachgewiesen, dass Marco nicht in sie eingedrungen, bleibt er  noch weitere 6 Monate in Haft um nach weiteren Beweisen zu suchen?

Zwei junge Menschen, die sich mit ihrer eigenen Sexualität noch gar nicht auskennen. Das hätten die Eltern selber regeln können und sich darüber austauschen.

Ich kann nicht glauben, dass die Mutter des Mädchens gnadenlos gegenüber anderen Müttern sein kann. Ich kann es nicht verstehen. Will sie sich nicht eingestehen, dass ihre Tochter ein Wildfang ist?  Nun hat Marco der Mutter ungewollt gezeigt, dass ihre Tochter ein Wildfang ist, wie er im Buche steht. Was nicht sein kann, darf nicht sein:”Meine Tochter tut so etwas nicht”.

Doch was passiert mit der Tochter, wenn das Verfahren ergibt, das Marco unschuldig ist?

Darüber dachte ich kürzlich mit meine Freundin nach.

Für Marco wird sich diese Zeit im türkischen Gefängnis noch nachhaltiga auswirken, wenn nicht gar sein ganzes Leben branntmarken. Ob er je noch einmal einer Frau vertrauen kann, steht in den Sternen. Erst einmal möchte er, als Nahziel, heil raus kommen, aber was kommt danach?

Und für das Mädchen? Was wird aus ihr, wenn das Urteil anders ausfällt, als von der Familie erhofft? Wenn die Beweislast ergibt, dass auch das Mädchen aktiv zu dem Konflikt beigetragen hat? Der Fall ist öffentlich geworden und damit auch das Mädchen. Welcher Mann traut sich später dann noch in ihre Nähe, ohne das er befürchten muß, dass er anschließend möglicher Weise eine Klage an den Hals bekommt?

Ich weiß, meine Betrachtung ist einseitig und setzt die Unschuld von Marco voraus. Aber ich lasse mich von meiner Intution leiten und sehe Marco in diesen Fall eher als Opfer, als als Täter.

Irgendwie scheint es sich um eine unklare Opfer - Täter - Verqiuckung zu handeln.

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