Alltag


Nach Wochen der schweigsamen Blogführung melde ich mich wieder zurück. Ich litt unter einer Krankheit, die mich vom Schreiben abhielt. Wie der lateinische Name dieses Leidens heißt, weiß ich nicht, aber im Volksmund nennt man sie Schreibfaulheit.

Heut hab ich endlich die kritischen Tage hinter mich gebracht und kann wieder wie gewohnt loslegen und über Gott und die Welt schreiben. Obwohl Gott und die Welt auch nichts neues zu berichten haben. Das Leben in Rostock geht in riesen Schritten der Sommersaison entgegen. Die ersten Touristen warten schon auf warme Strandtage an der Ostsee. Der Rostocker Boulevard ist mit Menschen überfüllt und in den Geschäften gut zu tun. Wenn ich über die Einkaufsstraße gehe, sehe ich nichts von Deutschlands Armut, von der seit Tagen berichtet wird. Aber vielleicht sind ja nur 7 von 8 Bürgern noch in den Geschäften unterwegs und jeder 8. hat sich in seiner Wohnung verkrochen, weil er kein Geld ausgegen kann oder will.

Recht so, lieber auf seinem Geld sitzen blieben, als es zum Fenster raus schmeißen um dann vielleicht als nächster Kandidat in “Raus aus den Schulden” in Fernsehen zu kommen, um vor der Nation einen Offenbarungseid zu machen. Ja, das Leben kann wirklich hart sein, denn uns Ostlern hat man ja vor 18 Jahren blühende Gärten versprochen und seit diesem Wochenende hat man uns das Armutszeugnis auf den Tisch geknallt und sogar amtlich gemacht.

Ich bin auch dafür, das der arme Mann steuerlich entlastet wird. Sein Verdienst liegt sowieso unter der Steuergrenze und so bleibt trotz der kämpferischen Losung der CDU alles beim alten. Das ist Aktionismus in Aktion :-).

Aber vielleicht sollten wir Konsumenten uns den Konsum einfach abgewöhnen ?

um den ersten Platz und wollen ihre einmalige Chance nutzen, die Pro 7 bzw. Heidi Klump ihnen bieten. Jeder von ihnen will Germany next Topmodel werden. Und das alles vor laufender Kamera, Seelenstrip mit inbegriffen. Die Zuschauer wollen Kampf und Gefühle sehen und diese Castingshows bieten beides.

Bis auf die Spitzenkandidatin zahlt sich der körperliche und seelische Einsatz vor laufender Kamera dann ja auch aus und man kann sie auf den Laufstegen der Welt und Werbeplakaten der Weltfirmen sehen. Doch die anderen machen lange Nase und warten auf ihre nächste Chance.

Doch wer in die Auswahlmühle einsteigen will, muß schon vor seiner Karriere Verträge unterschreiben, an denen andere gut mitverdienen. 40 %  ihrer Gagen - so heißt es - müssen die Mädchen im ersten Jahr abgeben. Davon gehen 20 % an Pro 7 und 20 % an die Agentur. Doch stellte sich heraus, dass die Agentur zu 100 % Pro 7 gehört. Damit ist doppelgemoppelt, dopppelt verdient. Man nennt das marktübliche Provisionen.

Beim Zappen sah ich heut auch die amerikansiche Version. Die Mädels waren fast alle durchgehend Hungerhacken und die weibliche Jury waren fast alle hagere Tussen, dessen natürlicher Charme schon lange auf der langen Laufstrecke geblieben ist. Wenn das das Ziel aller Jungmädchen-Wünsche ist, dann gute Nacht Marie.

zu meinem Haeder und der vorgerückten Stunden, übernehme ich heut einfach mal - und  ungefragt bzw. unaufgefordert - das Stöckchen von Kalle

Das wird sicher nicht das letzte Stöckcken sein, dass ich in mein Blog einbinden werde, doch dieses Stöckchen ist so schlicht und einfach, genau das richtige für meine letzte Stunde des Tages.

1. Letzte Zigarette?
Vor 10 Jahren, inkl.  zwei Rückflällen :-(

2. Letzte Autofahrt?
Ok ich oute mich, ich lasse Autofahren. Und die Fahrt war eben. Ich wurde freundlicher weise bis vor die Haustür gefahren.

3. Letzter Kuss?
Gestern - ein Wangenkuss von Sohnimann, weil ich ihm seine nächtlichen Umzüge verziehen habe.

4. Letzter Weinkrampf?
Achja - das war da

5. Letztes Buch?
“Ich bin dann eben mal weg” in Arbeit

6. Letzter Film?
Kirschblüten Hanami - heut Abend

7. Letztes Schimpfwort?
So eine Kacke (mein Lieblingsschimpfwort) - heut nachmittag. Ich wollte eine Datei abspeichern, die in der Vorarbeit viel Zeit gekostete, doch ich bekam nur Fehlermeldungen. Das sind die Momente, in denen ich die Kiste durchschütteln möchte, doch ich beschränke mich  - zur Freude meines Übermieters - auf´s fluchen.

8. Letztes Getränk?
selbstgemachter Ingwertee, weil ich mir den Geschmack am Kaffee nicht verderben will.

9. Letztes Essen?
Schnitten mit Senf und Frischkäse, so zwischen Kino und Telefonat.

10. Letzter Anruf?
Gegen 22.30 Uhr. Ein Trostpflaster für meinen verlassenen Neffen

11. Letzte Sendung im TV?
Sechserpack, so zwischendurch und nur den letzten Rest des Sendung

12. Letzte Dusche?
Heute morgen, nach der Bürstenmassage

13. Letzte CD?
Reamonn Wish live (selbst gekauft und 100 mal gehört

14. Letzter gekaufter Gegenstand?
die Kinokarte

PS: Doch Reamonn bekommt bei mir jetzt Konkurrenz 


 

Nachdem ich die faulen Eier von gestern alle verdaut habe - was wäre ein Leben ohne Sorgen? - gelangen mir noch ein paar Fotos über meine Balkonbrüstung, die die aktuelle Tagestimmung für den Ostermontag widerspiegeln.

Irgendwie trostlos sieht der Hof aus. Das Tageslicht trägt zur trostlosen Stimmung mit bei. Doch auch das schlimmste und düsterste Wetter macht mir zum Glück nichts aus. Schlägt mir weder auf den Magen noch auf´s Gemüt. Deshalb hab ich mir heut auch wieder die richtigen Schoko-Ostereier schmecken lassen.

Sohnimann war wieder auf der Piste - bis heut morgen um 6.00 Uhr -  hat diesmal aber zur Sicherheit sein Handy zu Haus gelassen. Falls ich die Jungs treffe, die meinen Sohn in der vorletzten Nacht überfallen haben und sein Handy “abgezogen” haben, mache ich sie fertig. Auf einen wütenden Angriff einer kleinen Frau (1,54m) sind sie sicher nicht vorbereitet.

Hier hab ich noch ein paar Schneeflocken eingefangen.

Man gönnt sich ja sonst nix - und versäuft nicht alles ;-))

Von ich

Ich liiiiiieeeebe neue Technik und dieses Fjutscher mit den fliegenden aktuellen Webseiten hat den Gipfel meiner Verspieltheit erreicht…

« Previous PageNext Page »