Mai 21, 2008
Nach Wochen der schweigsamen Blogführung melde ich mich wieder zurück. Ich litt unter einer Krankheit, die mich vom Schreiben abhielt. Wie der lateinische Name dieses Leidens heißt, weiß ich nicht, aber im Volksmund nennt man sie Schreibfaulheit.
Heut hab ich endlich die kritischen Tage hinter mich gebracht und kann wieder wie gewohnt loslegen und über Gott und die Welt schreiben. Obwohl Gott und die Welt auch nichts neues zu berichten haben. Das Leben in Rostock geht in riesen Schritten der Sommersaison entgegen. Die ersten Touristen warten schon auf warme Strandtage an der Ostsee. Der Rostocker Boulevard ist mit Menschen überfüllt und in den Geschäften gut zu tun. Wenn ich über die Einkaufsstraße gehe, sehe ich nichts von Deutschlands Armut, von der seit Tagen berichtet wird. Aber vielleicht sind ja nur 7 von 8 Bürgern noch in den Geschäften unterwegs und jeder 8. hat sich in seiner Wohnung verkrochen, weil er kein Geld ausgegen kann oder will.
Recht so, lieber auf seinem Geld sitzen blieben, als es zum Fenster raus schmeißen um dann vielleicht als nächster Kandidat in “Raus aus den Schulden” in Fernsehen zu kommen, um vor der Nation einen Offenbarungseid zu machen. Ja, das Leben kann wirklich hart sein, denn uns Ostlern hat man ja vor 18 Jahren blühende Gärten versprochen und seit diesem Wochenende hat man uns das Armutszeugnis auf den Tisch geknallt und sogar amtlich gemacht.
Ich bin auch dafür, das der arme Mann steuerlich entlastet wird. Sein Verdienst liegt sowieso unter der Steuergrenze und so bleibt trotz der kämpferischen Losung der CDU alles beim alten. Das ist Aktionismus in Aktion :-).
Aber vielleicht sollten wir Konsumenten uns den Konsum einfach abgewöhnen ?




