
schockiert wegen Michael
Juni 26, 2009Ich weiß nicht, wie oft ich mir die selbst aufgeziechneten Videos von seinen Konzerten angesehen habe – es könnte 100 mal gewesen sein. Und auch nach den 100sten mal zog er mich in seinen Bann. Und das war nicht nur seiner zelebrierten Inbrunst beim Singen und Tanzen zu verdanken – es war mehr, was mich wie ein Sog in seine Kunst zog. Vor mehr als 10 Jahre sah ich ihn sogar live auf der Bühne. 1996 in Berlin im Olymipa Stadion. Mühelos füllte er weltweit damals noch die Stadien. Die Kleinen ahmten auf den Straßen seinen Tanzstil nach. Alle Generationen kannten seinen Namen und es war sogar im kleinsten Dorf ein bekannter Name. Ich glaube,seine solch breite Popularität hat kein Sänger bisher erreicht.
Ich litt mit ihm, als er 2 mal vor Gericht gezerrt wurde.Ich war ein echter Fan von Michael Jackson. Die alten Videos habe ich noch – eine Recorder muß ich mir erst wieder beschaffen, wenn ich ihn darauf sehen wieder will.
Bevor ich mich gestern Nacht schlafen legte, zappte ich noch mal den Video-Text im Fernsehen durch. „MIchael Jackson ist tot“ diese nüchteren Nachricht nahm ich erst als Ente auf und dann als eine Spekulation, wie sie in den letzten Wochen schon mehrfach von dem Medien bekannt gegeben wurden. Ich nahm an, es sind die üblichen Nachrichten, um jemand im Intersse der Öffentlichkeit zu halten. Denn immerhin hatte er eine große Konzertreihe geplant und am 13.Juli sollte der Auftakt dazui sein. Ich glaube, ich hab die Nachricht 10 mal gelesen, bis die Botschaft in meinem Kopf ankam. „MIchael Jackson ist nicht mehr unter uns Lebenden“
Insgeheim hatte ich um ihn gebangt – ob er die Konzerttour kräftemäßig durchhalten wird? Denn immerhin hatte er schwere Jahre hinter sich – der harte Sturz aus seinem „Neverland“ kann nicht spurlos an ihm vorbei gegangen sein. Solch ein schmerzvoller Prozeß hinterläßt seine Spuren im Menschen – auch ein King of POP ist nicht aus Stahl.
Nachdem er jahrelang musikalisch totgeschwiegen wurde – später zaghaft wieder mal „Thriller“ aufgelegt wurde, werde ich nun seit heut wieder von dem Radiosender von seinem musikalischen Kunstwerken als Nachlaß für seine Fans förmlich überschüttet.
Wenigsten seine Musik profitiert von seinem Tod und wird von allen Sendern zu neuem Leben erweckt.
Als Mensch wurde er um seine Jugend betrogen und nun auch um sein Alter. Aber vielleicht sind bei genialen Menschen die Lebensläufe auch außergewöhnlich und sie enden einfach aprubt.
Nun ist er wieder in seinem „Nerverland“ angekommen.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob er genial war oder nicht. Sicherlich hat seine Musik viele beeinflußt und er war eine Ikone. Ob aber die Verhältnismäßigkeit stimmt, mit der jetzt über ihn berichtet und geurteilt wird, ist zweifelhaft, denn die die Nachricht ist für die Medien Gold wert. Nicht nur sein Leben wurde ausgenutzt, nun auch sein Tod. Allerdings kann ich (noch?) nicht der Meinung sein, dass er dieses in den Himmel heben verdient hat.
Hallo Captain,
der Magie von Michael Jackson konnten sich weder Obahma noch der Papst entziehen. Sie sprachen seiner Familie ihr Beileid aus – damit hab auch ich nicht gerechnet.
Ich denke, dass die Berichterstattung zu seinem Tod wieder in den kommerziellen Bereich zu sehen ist. Er verkauft sich als Toter zur Zeit besser als vor Kurzen noch zu seinen Lebzeiten. Da ging es nur um seine Nase, die angeblich abfallen würde oder ähnlichen „Schrott“.
Aber als Toter ist er wieder eine echte Goldgrube für alle Medien und Vertrieb.
Aber ich denke so wie du – sein Leben wurde ausgenutzt in einer Zeit, als er sich nicht wehren konnte und das hat sein Leben aus der normalen Bahn geworfen. Ein Kind, dass mit Personenschutz und ohne Kinder aufwachsen muss, verliert seine Orientierung.
Ich will auch nicht wissen, wie viele Eltern mit ihren singenden oder tanzenden Kindern durch die Clubs tingeln, in der Hoffnung, in ihnen steckt auch ein kleiner Michael.
Michael Jackson ist – so glaube ich – als Mann nie wirklich erwachsen geworden.
Eine gewisse Euphorie begleitete sein Leben immer – egal ob im positiven oder negativen – und nun auch sein Tod. Das wird sich nach seiner Beerdigung sicher wieder relativieren.
Gruß Nordstrahl
Zur Ikone haben ihn Andere erhoben, er hat sich nie als das bezeichnet als wir alles heute Lesen. Es sind die Meinungsmacher. Ich hab ihn nie als Ikone gesehen, auch damals nicht als die Jackson Fives mit A-B-C die Charts stürmten. Last den ganzen Müll der Medien weg und seht dann den Menschen, ein toller Tänzer, ein hervorragender Sänger mit tollen Ideen und Phantasien , hervorragenden Songs, ein Mann der immer einer Vision von Familie hinterherjagte, die er nie so hatte und nicht bekam und ein Mann dem sie sein Geld nachjagten (Missbrauchsprozesse), Was bleibt ist seine Musik und die ist affengeil.Möge er in Frieden ruhen, aber ich sehe schon den nächsten Wallfahrtsort wie bei Elvis, denn der Commerz kennt keine Gnade.
Frank (tammi)
Hallo Frank,
ich denke „nüchterner“ läßt Michael Jackson sich nicht beschreiben, so wie du es in deinem Kommentar gemacht hast. So sehe ich ihn auch , als kreativen Menschen mit einer tiefen Sehnsucht im Herzen.
Den Mißbrauchsprozeß empfand ich als Hetzjagt auf seine Millionen, was ja zum Teil auch gelungen ist.
Jetzt hoffe ich für seine Kinder, dass sie noch gut ins Leben von ihren Großeltern eingeführt werden können – aber ich befürchte auch für sie ein schweres Los, was die Öffentlichkeit betrifft.
Gruß in die Arbeistwüste
Nordstrahl