Archiv für Mai 2008

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tödliche Hormonspiegel

Mai 26, 2008

In uns allen schlummert es. In uns allen arbeitet es. Arbeitet gegen die Zeit, die wir Menschen mit allen Mitteln als jungendliche Frische erhalten wollen. Es nennt sich Todeshormon und arbeitet Zeit unseren Lebens gegen die Wachstums- und Sexualhormone, doch es kann sich erst am Ende unseres Lebens durchsetzen. Dann, wenn kaum noch Wachstums – oder Sexualhormone ausgeschüttet werden, dann bekommen die Todeshormone die Übermacht über den menschlichen Körper.

Bei den Lachsen kann man die schnelle Wirkung dieser Hormone sehen, denn nach dem laichen stirbt er kurze Zeit später.

Im Medizin-Thriller „Todesangst„ von Robin Cook sind die Todeshormone die Killer, die die Menschen in kurzer Zeit in der Klinik einer Privatversicherung dahinraffen. Die Patienten sterben wie die Fliegen und niemand weiß, warum sie plötzlich in wenigen Wochen so schell altern und hinfällig werden konnten. Die Suche nach dem Grund ist in Spannung geschrieben, so dass ich mich gestern den ganzen Tag vom Buch nicht trennen konnte, bis ich es  – 3.31 Uhr – zu Ende gelesen hatte und endlich wußt, warum die Menschen sterben mußte.

Eine moralische Frage zur Genforschung und dem Mißbrauch der Ergebnisse stand am Ende der Geschichte als Botschaft von Robin Cook. Immerhin hat er dieses Faden Ende der 80iger Jahre gesponnen. Es geht in dem Buch  um die medizinischen Versorgung der Älteren. Eine private Versicherungsgesellschaft erkannte, dass ihnen ihre Alten zu teuer wurden, sie rechneten sich nicht mehr. Wen bei einer Generaluntersuchung zwar Gesundheit bestätig bekam, doch aber eine gesündere Lebensweise emphohlen wurde, kam auf die Todesliste des Ärztekomplotts. Man verabreichte ihnen genmanipulierte Proteine, die die Arbeit der Todeshormone rasant beschleunigte und die Gegenspieler – Wachstums- und Sexualhormone – wurden ausgeschaltet.

So starben auf rasante Weise Ältere oder chronisch Kranke der privaten Krankenversicherungsgesellschaft eines natürlichen Todes – der Alterschwäche.

Sehr makaber… und das im Hintergrunde der Diskussionen über die Überalterung der heutigen Gesellschaft und der Finanzierung der medizinischen Versorgung bekomme ich einen neuen Blick darauf.

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Lady´s in red

Mai 24, 2008

 

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im Osten nichts neues

Mai 21, 2008

Nach Wochen der schweigsamen Blogführung melde ich mich wieder zurück. Ich litt unter einer Krankheit, die mich vom Schreiben abhielt. Wie der lateinische Name dieses Leidens heißt, weiß ich nicht, aber im Volksmund nennt man sie Schreibfaulheit.

Heut hab ich endlich die kritischen Tage hinter mich gebracht und kann wieder wie gewohnt loslegen und über Gott und die Welt schreiben. Obwohl Gott und die Welt auch nichts neues zu berichten haben. Das Leben in Rostock geht in riesen Schritten der Sommersaison entgegen. Die ersten Touristen warten schon auf warme Strandtage an der Ostsee. Der Rostocker Boulevard ist mit Menschen überfüllt und in den Geschäften gut zu tun. Wenn ich über die Einkaufsstraße gehe, sehe ich nichts von Deutschlands Armut, von der seit Tagen berichtet wird. Aber vielleicht sind ja nur 7 von 8 Bürgern noch in den Geschäften unterwegs und jeder 8. hat sich in seiner Wohnung verkrochen, weil er kein Geld ausgegen kann oder will.

Recht so, lieber auf seinem Geld sitzen blieben, als es zum Fenster raus schmeißen um dann vielleicht als nächster Kandidat in „Raus aus den Schulden“ in Fernsehen zu kommen, um vor der Nation einen Offenbarungseid zu machen. Ja, das Leben kann wirklich hart sein, denn uns Ostlern hat man ja vor 18 Jahren blühende Gärten versprochen und seit diesem Wochenende hat man uns das Armutszeugnis auf den Tisch geknallt und sogar amtlich gemacht.

Ich bin auch dafür, das der arme Mann steuerlich entlastet wird. Sein Verdienst liegt sowieso unter der Steuergrenze und so bleibt trotz der kämpferischen Losung der CDU alles beim alten. Das ist Aktionismus in Aktion :-) .

Aber vielleicht sollten wir Konsumenten uns den Konsum einfach abgewöhnen ?