Mord und Totschlag

“Soll ich dir mal was erzählen?”
Damit begrüßte mich gestern abend meine Bekannte, als wir uns zur Yogastunde trafen. Während wir gemeinsam in die Sporthalle gingen, sah sie auf den Boden und erzähle mir das, was sie grade erfahren hatte.

“Heut früh fragte mich mein Nachbar, ob ich wüßte, warum eine Absperrung auf dem Parkplatz vor unserem Haus wäre. Das wußte ich nicht und konnte mir auch nicht erklären, warum da über Nacht einen Absperrung aufgestellt wurde”.
Das war für mich noch nicht so aufregend, doch sah ich ihrem Gesicht an, dass vor ihrem Haus etwas geschehen war, dass vom üblichen abweicht.

“Als ich heut von der Arbeit wieder in meine Wohnung zurück wollte, kam eine Frau auf mich zu. Sie sei Journalistin von der Ostseezeitung und wollte wissen, ob ich gestern abend etwas gesehen hätte, denn es sei gestern abend jemand hier auf dem Parkplatz umgebracht worden”

Mord und Totschlag im meiner Nähe kann ich gar nicht realisieren. Bestenfalls als Filmszene im “Tatort” oder “Polizieruf 110″.

“Es soll gegen 23 Uhr passiert sein und ich bin schon um Halb elf zu Bett gegangen. Mein Schlafzimmer liegt auf den anderen Seite”

Ein Mord bei uns?” frage ich noch einmal nach. Wir stehen nur 20 Meter vom Tatort entfernt und ein Schauer läuft mir über denRücken, wenn ich daran denke, dass vor weniger als 24 Stunden jemand überfallen und getötet wurde.

Meine Bekannte konnte der Journalistin nicht weiter helfen, denn sie schlief zu den Zeit schon. Vielleicht sogar zu ihrem Glück, sie mußte ihn nicht beim sterben zusehen. Denn wie aus den Nachrichten zu lesen ist, wurde zwar schnell die Polizie und der Notarzt gerufen, doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät.

Erst vor einer Woche erzählte mir mein Sohn, dass in der Nacht vom Freitag zum Samstag sie von der Polizie hier in unserem Wohngebiet kontrolliert wurden. Es sei jemand ganz fürchterlich zusammengeschlagen worden.

Um am Wochenende zu Ostern wurde er überfallen und zum Glück nur um ein Handy erleichter worden.

Was läuft in unserem Wohngebiet zur Zeit?

3 Antworten

  1. Nicht nur bei euch, auch hier in der Region passieren solche Dinge in Wild-West-Manier, und die Menge steht drum rum und knipst die Szenerie mit dem Handy….Tatort live

    http://www.rnz.de/zusammen10/00_20080421091500_Bluttat_auf_dem_Paradeplatz.html

  2. Hallo Kalle,

    wirklich traurig – es ist erschütternd, wie extrem es zwischen Menschen eskalieren kann.
    Zum Glück haben sie die Täter schon gefunden. Da sie den Reastaurantbesitzer zu einem Lieferservice von ihrem eigenen Handy gerufen haben, konnte die Polizie den Ruf zurück verfolgen und damit die Täter fest machen.

    Auch wenn es dem Toten nicht mehr nützen kann, so kommt er doch nach seinem Tod zu seinem Recht.

    Viele Menschen sind wahrscheinlich durch zu viele Gewaltfilme schon so sehr abgeklärt, dass sie die Gewalt vor den eigenen Augen nur noch als Sensation wahrnehmen und mit den gemachten Bildern sich im Verwandten- und Bekanntenkreis interessant machen können :-( .

    Gruß Nordstrahl

  3. Wie furchtbar! Man darf wirklich nicht darüber nachdenken !

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