In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus vertrieben

Archiv für August 22nd, 2007

Traumnacht

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Schattenhaft stehen sie im Raum eines Zimmers. Es liegt an der Rückseite ihres Hauses. Es ist ihr Schlafzimmer und statt zu schlafen, sehen sie mit Armen vor der Brust verschränkt einem außergewöhnlichen Schauspiel zu. Ich sehe auch zu. Der Türschlitz lässt mir einen Blick auf das Schauspiel, das eigentlich gar keins ist und die Schattenfiguren sind meine Eltern.

Die Wand ist durchsichtig geworden und gibt den Blick auf das dahinter frei. Da, wo sonst ein gepflegter Garten ist, ist nur noch Chaos, düster und unübersichtlich. Es sieht aus, was wäre eine Bombe auf das Grundstück gefallen. Nichts ist mehr so, wie es war. Das Hinterland ist farblos und sieht bedrohlich aus. Ich fürchte mich, doch bleibe ich erstarrt vor der Wand aus Glas genau so stehen, wie meine Eltern. Doch dann rührt sich mein Vater – er will der Sache auf den Grund gehen. Er war schon immer ein Mann der Tat und will in das Nebengebäude gehen. Es ist längst an unserem Wohnhaus anbaut und er könnte es betreten, ohne das Haus zu verlassen. Doch er entscheidet sich, das Nebengebäude – ein alter Stall – von außen zu betreten.

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Geschrieben von nordstrahl

August 22, 2007 um 4:27

Veröffentlicht in Emotion, Stimmung, Tage im Fluss