August 4, 2007
Gestern abend zog ich mich mit einem Thriller zurück in mein Bett. Spannung und Grusel als Lektüre ist eine willkommene Unterhaltung.
Doch die Schlagzeile “Ein fast perfekte Verbrechen” reißt mich aus der Unterhaltungslaune und konfrontieren mich mit harten Tatsachen aus dem realen Leben. Perfekt vorbeitet und durchgezogen haben die mutnaßlichen Täter den Mord an Nikolaus Geyer, einem Berliner Fotografen: Mit einem Baseballschläger hat man ihn brutal erschlagen. Die Tatmotive sollen Hass, Wut und Eifersucht sein. “Seine Lebensgefährtin habe vor Jahren eine enge Beziehung zu dem Opfer gehabt” so vermutet man in der Anklageschrift.
Oh mein Gott - welcher Mensch nimmt sich so ein Recht raus und löscht das Leben eines anderen aus, nur weil seine Freundin jemand vor ihm hatte.
Die Internetseite von Niklolaus Geyer steht schon seit zwei Jahren still, denn es fällt darin kein Wort von seinem Ableben. Ich sah darin ein Bild von einen zerbrechlich scheinenden Menschen.
Ja, wenn ein Thriller real wird, dann entsteht daraus der reinste Horror.