In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus vertrieben

Archiv für August 2nd, 2007

Ist das Beste gut genug?

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Das Raster unsere Gesellschaft hat einen Namen – Ich werd mein Bestes geben - doch wenn das Beste nicht gut genug ist, dann hat das Beste nicht gereicht. Erst war es der Kampf um die Lehrstelle und jetzt ist es der Kampf um den Job, den das Fernsehen in unterhaltsamen Vorführsendungen den Zuschauern zeigt. Suchende vorgeführt im Wettstreit um den begehrten Ausblidungs- oder Arbeitsplatz.

Doch wissen die, bei denen das Beste nicht gereicht hat, nie so genau, was der Arbeitnehmer als das Beste von ihm erwartet. Das vielleicht die Chemie stimmen muß, davon ist nicht die Rede. So bleibt es, die Bilanz für das Beste zu ziehen, bei dem Job-oder Lehrstellensuchenden. Sein „Bestes“ hat nicht gereicht und er muß sich auf eine Rutsche setzen, die ihn vielleicht nach unten führt.

Für ältere Generationen hat diese Rutsche schon einen Namen, man nennt sie Altersrutsche – schönes Wort oder nicht?  Sollte damit ein Spielgerät auf einem Spielplatz für die Alten gemeint sein?

Im gewissen Sinne kann ich diesem Gedanken stattgeben, denn die „Alten“ – es beginnt ja schon ab Mitte 40 – werden über die Altersrutsche auf eine Art Spielplatz abgeschoben. Sie haben ja schon ihr Bestes gegeben und gelten für die Arbeitswelt schon als verbraucht. Gemeint sind damit ja nicht die Erfahrungen der älteren Arbeitnehmer, sondern was zählt, ist ihr biologisches Alter und danach ist er nicht mehr in seinen besten Jahren.

Doch mit diesem Hintergedanken – nicht den ganzen Menschen  sondern nur das Beste von ihm haben zu wollen – treibt die Gesellschaft in eine Krise, die sich nach und nach aushöhlt. Der Abgewiesene sucht sich Nebenschauplätze in der er sein Bestes geben kann.

Geschrieben von nordstrahl

August 2, 2007 um 12:47

Veröffentlicht in Absturz, Alltag, Arbeit, armes Deutschland