Zu einen Job, den ich vor Jahren ausübte, schleppte ich mich am Montag schon entkräftet zur Arbeit. Machte ich am Monatg Morgen die Augen auf, dachte ich schon sehnsüchtig an den Freitag. der am Montag weiter weg schein, als der nächste Weihnachtsfest.
Betrat ich meinen Arbeitsraum, sah ich schon 5 Minuten nach Arbeitsbeginn auf die Uhr und sehnte den Feierabend herbei. Der Tag dehnte sich wie ein Woche aus und doch war ich am Abend abgeschlafft, als hätte ich tagüber schwer gearbeitet.
Noch heut sitzen mir diese Tage in den Knochen. Wenn ich andere darüber berichte, dann fasse ich das damals erlebte als „meinen schwerster Job, den ich je gemacht hatte“ zusammen und ich erlebe noch einmal die Schwere, wenn ich morgens in mein Büro ohne Arbeit zog, dass sich aus der Krise der Firma ergab. Doch die Krise war es nicht allein – mein damaliger Chef verstand es nicht, seine Mitarbeiter in flauen Zeiten so zu beschäftigen, dass sie weiter mit Freude zur Arbeit kamen.
Heut finde ich einen Artikel, der sich grad mit dem Phönomen der Langenweile am Arbeitsplatz beschäftigt. Er listet fast lückenlos alles auf, was mich damals bedrückte, ich aber nicht sagen durfte. Seinen Chef zu sagen „Chef, ich langweile mich“ kann ja nur ein tödliches Ende für den Arbeitsvertrag nehmen. Die Falle, in der sich der Arbeitgeber in dem Moment befindet. kann so beengend werden, dass er am Ende daran erkranken kann. Heut gibt es für die Krankheit einen Namen – Boreout.
