Ruhe vor dem Sturm – Stadt im Ausnahmezustand

So gemütich stellt sich meine Stadt in allen Tagen dar. Straßenmusikaten begleiten die Passanten der größten Einkaufsstraße von Rostock – der Kröpeliner Straße.

Der Uniplatz ist nicht nur eine LiegeOase für Studenten.

Doch ab heut sieh es  im Zentrum unserer Stadt alles anders aus.

Die Geschäfte haben vor ihren Türen Barrikaden aufgebaut. So wollen sich die Geschäftsleute und Händler vor möglichen Ausschreitungen schützen, die sicher in Folge der ersten Demonstration zu erwarten sind.

Morgen – ab 13 Uhr - ist die Innenstadt für die erste Demo gesperrt.

Ich wohne und lebe am Rande des Geschehens, das sich in den nächsten Tagen weiter entwickeln wird. Niemand weiß, was meine Stadt erwartet und doch steht Rostock  im Zusammenhang mit dem Gipfeltreffen in Heiligendamm im Mittelpunkt des Weltgeschehens.

Wie so oft – so auch im Zusammenhang mit dem Gipfelstreffen – stelle ich mir die Frage, ob die hohen Herren und Frauen des Gipfels die vielen Anliegen der Demos überhaupt bis in ihr Bewußtsein vordringen lassen?

Reichen Demos wirklich aus, um eine Wende in der Wirtschaftspolitik zu erreichen? Eine Wende, die die Richtung des Geldflusses in die Hände lenkt, die das Geld am nötigsten haben. Die Armut der dritten Länder - woher stammt diese Formulierung überhaupt – schreit zum Himmel und jeder, der über einen gesunden Menschenverstand verfügt weiß, das die Ausbeutung dieser Länder nicht endlos weiter geführt werden kann. Irgendwann fällt es den Industrienationen sowieso auf den Kopf.

Doch die Reniten sollen wie eine Springquelle weiter fließen – fließen in die GeldSäcke, die sowieso schon zum bersten voll sind.

2 Antworten

  1. Ich hoeffe dass die G-8 treffen wird kein probleme produziert. Ich errinne ein andera Stadt in Deuchland, Duesseldorf, und ruhige Wolkenende am Rhein. Die G-8 sollen auf eine Insel, zb Island, treffen. In diese Weg, niemand (oder nur ein paar) kann besuchen und protestieren. Tschuess.

  2. Hallo Zukunftsaugen,
    die Stadt rüstet weiter. Morgen wird es noch mal eng – eine neue Situation für die Stadt und andere Orte auch.
    So ein Ereignis zieht viele Menschen an – ob sie den Weg auf Island scheuen würden?
    Aber vielleicht wird für das nächste Treffen dein Vorschlag aufgenommen :-)
    Gruß Nordstrahl

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