Zur Todestrafe verurteilt

Eigentlich wollte ich über Sätze schrieben, die auch dem 10 x anschauen schmerzlioch in meinem Ohr klingen.

Da ist zum Beispiel der Film “Dirthy dancing”. Den Film hat bestimmt schon jeder einmal gesehen. Die Romanze bewegt sich einfach schön im Klieschee und der Zuschauer kann im Film noch einmal in seiner Jungendliebe schwelgen, wenn dieser vermalledeite Satz nic ht wäre, der aus dem Hinterhalt kommt. “Baby, halt den Rücken grade, oder willst du einen krummen Rücken?” Der Satz schmerzt und durchlöchert jedesmal meine aufsteigende Romantik.

“Der Kindergarten COP” mit Arnold Schwarzenegger enthält auch so einen wirklich blöden Satz. Zusammengeschlagen liegt das Muskelpaket in der Klinik und muß sich von der Schwester widerwillig füttern lassen. Seine Kollegin bricht die Futterfolter für den COP ab, bittet die Schwester mit der Fütterung ein Ende zu machen. Entschuldigend bricht die Krankenschwester die Fütterung mit den Worten “Aber er soll doch groß und stark werden” Und wieder ist es passiert – die Filmromantik ist im A…….

Ja…das wollte ich eigentlich schreiben – etwas lustiges – etwas spaßiges. Doch dabei kam mir wieder in den Sinn, das Arni als Gouverneur von Karlifornien schon mal real über Leben und Tod eines anderen entscheiden mußte. Das machte weiltweit Schlagzeilen.

Obwohl Arnold Schwarzenegger Gespräche mit den Anwälten des Verurteilten führte, lehnte er das Gnadengesuch ab. Auch der Oberste Gerichtshof der USA sprach sich kurz danach gegen eine Begnadigung aus. Williams wurde am 13. Dezember 2005 um 0:35 Uhr Ortszeit (9:35 MEZ) mit der Giftspritze hingerichtet. Als Henkersmahlzeit hatte er sich nur ein Glas Milch gewünscht Zitat Wikipedia

Während seiner Haftzeit machte Wiliams sich einen Namen als Kinderbuchautor und wurde sogar 9 mal zu einem Nobelpreis vorgeschlagen. Doch als sein Gnadengesuch – das Todesurteil auf lebenslange Haft umzuwandeln – auf den Tisch von Arni kommt, winkt Arni ab und läßt den Kinderbuchautor hinrichten.

Ich finde das makaber und mir kommt die Hinrichtung immer dann wieder in den Sinn, wenn die Fernsehsender wieder einmal den Film “Kindergarten COP” ankündigen.

Einen zum Toder bestraften in Haft zu halten, kostet Amerika mehr Geld, als eine lebenslange Haft. Aber Arni wächst über seine Rolle als Terminator hoch hinaus und arbeitet schon an der Effektivität der zukünftigen Hinrichtungen.

Das Leben ist Action – der Schlachtruf seiner Wahl klingt wieder in meinen Ohren.

2 Antworten

  1. Hi Nordstrahl,

    die Todesstrafe ist graussam und gehört abgeschafft. Aber heute ging ein kurioser Fall durch die Presse, wo eine (leider nicht seltene)Panne zu unfreiwilliger Komik führte (http://www.stern.de/politik/panorama/:Exekutionspanne-Hinrichtung-Pinkelpause/589757.html) ,

    liebe Grüsse Kalle

  2. Hallo Kalle,
    das ist wirklich zum Schmunzel, wenn es nicht so traurig wäre.
    Wer in Amerika kanidiert muß sich zur Todesstrafe bekennen, sonst hat er gar keine Chance in die große Politik aufzusteigen.

    Der Amerikaner liebt den starken Mann und diesen kann er über die Todesstrafe profilieren.
    Das heißt, die Todesstrafe ist nicht das Mittel, um Gerechtigkeit durchzusetzen, sondern Amerika braucht die Todeskandidaten, damit sie den starken Mann makieren können.
    Kostenmäßig gesehen, ist eine lebenslange Haft kostengünstiger für den Bürger, der ja letztendlich dies alles mit seinen Steuer finanziert, als die Hochsicherheitstrakst, in denen die Todeskanditaten jahrelang gehalten werden.
    Dir schöne Pfingsten
    Gruß Nordstrahl

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